Link zum Artikel vom 3.12. in der Süddeutschen Zeitung über den Podcast (Bezahlschranke):
https://www.sueddeutsche.de/muenchen/erding/pastetten-podcast-literatur-claudine-adams-li.3336972
Zusammenfassung:
Der Artikel porträtiert Claudine Adams, eine 55-jährige Retuscheurin und Podcasterin aus Pastetten, die durch absurde Online-Dating-Erlebnisse zum Schreiben kam und darüber ihr Buch „Unfairbindlich?“ veröffentlichte. Aus dem Selfpublishing heraus hat sie Kurzgeschichten zu verschiedenen Themen entwickelt und festgestellt, dass viele literarisch starke, aber unbekannte Autorinnen und Autoren keinen Verlag finden, weil Wirtschaftlichkeit oft wichtiger als Qualität ist.
Zentrales Thema im Artikel ist ihr Podcast „1000 Zeichen. Und mehr“, in dem sie in rund 40‑minütigen Folgen Kurzgeschichten oder Romanauszüge vorliest und zugleich die jeweiligen Autorinnen und Autoren porträtiert, um Entstehungskontexte und Hintergründe sichtbar zu machen. Adams legt sich dabei genrelich nicht fest, sondern achtet auf literarische Qualität und möchte vor allem noch unbekannten Stimmen – oft mit Debüts, Druckfrischem oder Unveröffentlichtem – eine Bühne bieten.
Eine besondere Folge bildet ihre eigene Kurzgeschichte „Der schöne Peter“, eine Neuinterpretation der Ebersberger „weißen Frau“-Legende, bei der sie die ungeklärte Frage nach einem nie nachweisbaren Autounfall im Forst aufgreift und in eine mystisch-düster-menschliche Erzählung überführt. Adams schildert, dass ihre Recherche dazu keine offiziellen Spuren des vermeintlichen Unfalls fand, was Spekulationen zwischen bloßem Mythos und möglicher Vertuschung nährt.
Für jede Podcast-Folge investiert sie mindestens drei Tage Arbeit in Akquise, Recherche, Skript, Aufnahme, Schnitt und Sounddesign und nutzt technische Tools, um die Episoden hörspielartig mit Geräuschen, Klängen und Musik zu inszenieren, damit sich das Publikum vollständig in die Geschichten „hineinfallen“ lassen kann.
